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Viele lieb gewonnene Traditionen fallen dieses Jahr aus: Die Ostermesse, das Beisamensein am Osterfeuer, das Festessen mit Oma, Opa und Verwandten, der lang ersehnte Urlaub, der Osterausflug. Dies ist jedoch ein Nichts im Vergleich zu den Dramen, die sich in vielen Ländern weltweit abspielen. Darf man unter dem Eindruck der Corona-Pandemie mit den inzwischen hunderttausend Todesopfern noch von frohe Ostern sprechen?

Ostern ist nach der christlichen Überlieferung der Tag, an dem Jesus von den Toten auferstanden ist. Gewiss ist Ostern ein Fest der Freude, aber auch im übertragenen Sinne ein Fest der Hoffnung, das nach noch so dunklen, schlimmen Zeiten wieder helle Tage folgen werden. Und tatsächlich ist - zumindest bei uns in Deutschland - ein erster Silberstreifen am Horizont erkennbar. So hat sich der Zeitraum, in dem sich die Zahl der Neuinfizierten verdoppelt, inzwischen auf rund 13 Tagen vergrößert. Die bisher verordneten Maßnahmen scheinen also ihre Wirkung zu entfalten.

In diesem Sinne dürfen wir ein frohes, hoffnungsvolles Osterfest wünschen.